Sonntag, 9. April 2017
Ein offener Brief an eine "Freundin"
Hallo liebe "Freundin",

Die letzten drei Jahre hatten wir so viel Spaß, jeder Tag miteinader war wunderbar. Wir waren einfach unzertrennlich. In dieser Zeit hast du sehr oft gelogen, viele haben dich dafür gehasst und vielleicht erinnerst du dich, ich habe dich verteidigt, ich habe dir den Rücken gestärkt.
Nach einer Zeit haben dich nur noch wenige gehasst, doch dann hast du dich von deinem Freund getrennt und wie di vielleicht noch weißt stand ich hinter dir und wollte auch helfen.
Vor ungefähr einem Jahr habe ich dir jetzt erzählt, dass ich schwul bin und dass das verstecken mir nicht so gut tut. Du sagtest mir nur am nächsten Tag, dass du soviel geheult hättest, weil es mir so schlecht ginge. So dachte ich, dass es für dich besser ist, wenn ich dich nicht mit meinen Problemen belaste. Also habe ich dir ab da erstmal nichts erzählt und mich zwischendurch dafür gehasst, dass ich ein schlechter Freund bin, denn genau das hast du mir so gezeigt. Zum Beispiel als du ihn jemanden verliebt warst vor ca. vier Monaten und ich bei dir war und immer zugehört habe und versucht habe dir damit zu helfen. Naja egal wie oft ich dir geholfen und mich damit belastet habe, du hast mich angeschrien, mich mit Worten verletzt und für ganz selbstverständlich genommen. Vor zwei Monaten warst du in seinen besten Freund verliebt und ich wollte dir beistehen, wurde dann aber wieder fertig gemacht, also habe ich damit aufgehört und du hast mich wieder angeschrien und dafür gesorgt, dass ich dachte ich sei ein schlechter Freund.

Danach hast du, ohne es zu bermerken, mich zerstört. Du hast über mich gelogen und mir Meinungen in den Mund gelegt, die ich nie hatte. Du hast mich ohne triftigen Grund fertiggemacht und mich wieder so fühlen lassen, alsob ich ein schlechter Freund sei.

Darauf suchte ich das Gespräch mit dir, erzählte dir, dass mich genug Dinge belasten und ich gerade nicht noch für deine Probleme da sein kann. Du hast mich daraufhin wieder indierekt verarscht. Nach einer Zeit wolltest du wissen was mit mir denn los sei.
Also redeten wir wieder. Ich erzählte dir, dass ich das Gefühl habe in einem schwarzen Loch zu sein, nicht mehr raus zu kommen und dass ich mich schon öfter ritzen wollte.
Was sagtest du darauf, genau, dass ich langweilig wäre, dass du kein Bock auf meine immer selben Probleme hast, dass du ja frühreif wärst und diese Phase kennst, dass du jetzt aber das Leben liebst.
Du hast mich noch mehr verletzt mit diesen Worten. Aber DAS interssiert dich nicht, denn Dinge sind erst wichtig, wenn du so empfindest, denn alles dreht sich ja um dich.
Ich meine wenn du seit zwei Tagen eine down Phase hast muss ich springen, aber wenn ich dir sage, dass es mir seit vier Monaten und länger übel scheiße geht, darf es dir ja egal sein.
Parallel zu dieser Geschichte habe ich eine wahre beste Freundin gefunden, bei der die Freundschaft ein geben und nehmen ist. Das selbe gilt für andere aus unserer Clique, wir finden Menschen die wir mögen und uns sehr gut mit ihnen befreunden und du hasst sie.
Is ja auch klar DU stehst ja nicht mehr im Mittelpunkt, aber eine Sache vergisst du wohl. Du sorgst dafür, dass wir dich hassen, obwohl wir deine einzigen wahren Freunde sind und die einzigen, die dich verteidigen. Wir sind wohl für dich einfach nur selbstverständlich.

-Dein ehemals bester Freund-



Dienstag, 28. März 2017
Ansehen
Ja ich melde mich mal wieder und kurz gesagt, es hat sich nicht viel geändert, aber langsam kommt das Selbstbewusstsein. So, das Thema "Ansehen". Letzte Woche war ich auf dem Geburtstag einer Freundin und drei weitere Freunde und ich haben die ganze Nacht über verschiedene Themen geredet, während alle anderen geschlafen haben.
Dabei kamen wir auf das vorhingenannte Thema, Ansehen. Ein Freund von mir meinte, dass ihm das Ansehen sehr wichtig geworden ist und er sehr darauf achtet. Ich meinte darauf nur, dass Ansehen bei weitem nicht so wichtig ist wie er denkt, denn wenn man sich für soetwas verstellt ist das sehr traurig. Er sagte nur, dass er schon viele Fehler gemacht habe, die schlecht für sein Ansehen gewesen seien. Unteranderem unsere Clique.
Wir waren nie die Beliebtesten, aber who cares wir hatten uns als wahre Freunde ind gemobbt wurde keinet von uns, er auch nicht.
Auf jeden Fall hat er dann gesagt, dass er ja jetzt mit einem der Beliebten befreundet ist und jetzt auch bei denen in der Gruppe.
Ich finde es nur traurig zu sehen, wie er sich verstellt ,eindeutig ein Schatten ist und eigentlich mit niemandem von denen befreundet ist

Ich komme nur nicht darauf klar, dass man soetwas macht, denn aus meinen Erfahrungen ist sich dauerhaft zu verstellen einfach nur grausam und belastened. Außerdem kann ich nicht nachvollziehen, dass er lieber bei Leuten ist, denen er völlig egal ist, als bei Leuten, die ihn respektieren und so schätzen wie er ist.

Insgesamt finde ich dieses Zeug mit dem Ansehen eh so dumm. Alle tuen so als ob das so wichtig wäre, aber eigentlich wird es doch erst wichtig, wenn man sich darauf einlässt und ihm diesen Stellenwert gibt. Ich persönlich habe lieber meine Freunde um mich, die mich so schätzen wie ich bin und helfen wenn es mir schlecht geht, als irgendwen vor den ich mich verstellen muss, weil ich sonst nicht in sein Weltbild passe.




#Doppelmoral



Donnerstag, 2. Februar 2017
Wenn man keinem zur Last fallen will
Mir geht's gut. Alles ist okay. Standart Sätze aus den letzten Wochen, doch das ist hauptsächlich gelogen. Eine Maske. Warum ich das tue? Alle um mich haben Gefühlt Probleme, die sie 24/7 beschäftigen und da brauchen sie nicht extra noch das hören, was mich beschäftigt, ich weiß wie scheiße es sein kann, wenn es einem nicht gut geht und man sich dann mit den Problemen Anderer beschäftigt.
Ich meine gefühlt allen geht es schlechter als mir und da bin ich lieber ein guter Freund un probiere zu helfen. Es ist die falsche Methode, ich weiß, aber als ich mit einer sehr guten Freudin geredet habe kam das raus :

Sie wollte mich in der Schule zur Rede stellen und weil ich das nicht unbedingt auf dem Schulflur klären wollte sind wir in die Bibliothek, wärend eine andere Freundin vor der Tür stand. Also redete ich, ich erklärte ihr, dass ich Angst habe, es mir nicht gut gehe und mehr. Sie war sehr verständnissvoll und hörte zu, bis die Freundin vor der Tür diese öffnete. Daraufhin gingen wir und redeten Draußen: doch dort war das Gespräch nur noch lächerlich.
Die Situation jetzt ist so, dass es so ist als währe das Alles nie passiert und mir geht es wie vorher.

Und weil ich den Blog gerne dafür benutze, hier noch das was ich gerade habe :

Unter Freunden, in der Schule und insgesamt, wenn ich beschäftigt bin ist alles gut, aber kaum ist es still, kaum bin ich allein, kaum habe ich keine Beschäftigungen mehr, fange ich an zu denken, zu hinterfragen. Ist es still kommen die Dämonen in mir hoch, die Angst.
Ich habe Angst nicht akzeptiert zu werden. Verstoßen zu werden. Ich habe Angst davor, dass mein Leben sich völlig ins negative verändet. Ich habe Angst zu sterben, nur weil ich schwul bin. Menschen wollen mich tot sehen, ohne überhaupt von meiner Existenz zu wissen. Ich habe Angst vor mobbing. Ich habe Angst davor, dass die Angst in mir zu groß wird und noch irgendetwas schlimmes passiert.
Diese Ängste und Gedanken laufen mir durchgehend durch den Kopf, aber ich möchte nicht, dass es meinen Freunden dadurch schlecht geht, irgendwie schaff' ich das schon und solange das noch nicht passiert ist, spiele ich einfach weiter die Rolle und behalte die Maske auf.